00:00:01: Stillstand kommt nicht plötzlich.
00:00:03: Er schleicht sich ein, leise und zu Beginn fast unbemerkt.
00:00:08: Die entscheidende Frage ist, warum sehen so viele ihn kommen?
00:00:12: Aber sie handeln trotzdem nicht!
00:00:14: In dieser Folge geht es darum, woran Sie Stillstand im privaten Kontext in einer Organisation wie grundsätzlich in einem System erkennen – was es braucht um Stillstand zu durchbrechen.
00:00:36: Und herzlich willkommen zum Leadership on-boarding Podcast.
00:00:41: Sie sind Führungskraft und stehen vor einem Führungswechsel, eventuell bei einem neuen Unternehmen oder es ist vielleicht Ihre erste Führingsrolle – dann sind sie hier richtig!
00:00:53: Hier dreht sich nämlich alles darum die ersten Monate in Ihrer neuen Führersrolle smart und wirksam zu gestalten.
00:01:02: Falls Sie sicherstellen wollen, dass Ihnen die ersten Monate in der neuen Führungsrolle gut gelingen und sie mit einem professionellen Sparringspartner arbeiten möchten, buchen Sie gerne direkt auf meiner Website einen Termin für ein Erstgespräch.
00:01:17: Und nun wünsche ich viel Spaß mit der heutigen Folge!
00:01:39: Podcastfolge.
00:01:40: Stillstand ist selten laut, stillstand kündigt sich nicht mit einem Knall an von einer Sekunde auf die andere.
00:01:50: ganz im Gegenteil – stillstand kommt schleichend auf leisen Sohlen.
00:01:58: Ein bisschen weniger Energie hier ein wenig mehr aufschieben dort Entscheidungen werden vertagt Gespräche haben keine Klarheit mehr, Prioritäten verschwimmen und so weiter.
00:02:12: Und obwohl viele diesen schleichenden Prozess sehen und spüren, passiert erstaunlich wenig – und sehr häufig einfach gar nichts!
00:02:25: Stillstand ist kein Ereignis.
00:02:28: Stillstand is ein Prozess, und er beginnt meist lange bevor er sichtbar.
00:02:34: Nehmen wir das Beispiel Stillstand im privaten Leben.
00:02:39: Auch in persönlichen Kontext ist Stillstand nicht direkt offensichtlich und kommt nicht von heute auf morgen.
00:02:47: Er tanzt sich als etwas wie, naja es passt schon so, als Gewöhnungsprozess – und vielleicht sogar mit diesem Deckmantel der vermeintlichen Stabilität?
00:03:04: Ich bin sicher!
00:03:05: Einige der folgenden Anzeichen dürften manche von ihnen schon mal erlebt haben.
00:03:12: Sie denken häufiger darüber nach, etwas zu verändern, setzen es aber nicht um.
00:03:18: Sie haben das Gefühl ihre Tage wiederholen sich ohne wirkliche Entwicklung.
00:03:25: Entscheidungen werden von Ihnen aufgeschoben und zwar oft mit rational klingenden Begründungen die sie sich selbst geben.
00:03:36: sie eigentlich längst hätten führen müssen.
00:03:40: Sie stellen ab und zu fest, dass ihre Energie sinkt – das geschieht nicht abrupt sondern schleichend!
00:03:47: Und sie arrangieren sich mit Situationen, die sie noch vor einiger Zeit niemals akzeptiert hätten.
00:03:56: Stillstand fühlt sich oft gar nicht mal so dramatisch an.
00:04:01: Es ist eher ein bequemer, komfortabler Zustand.
00:04:05: Und genau das macht ihn so gefährlich.
00:04:10: Und im beruflichen Kontext zeigt sich die schleichende Zunahme von Stillstand genau in selben Modus, nämlich leise aber eben langsam und stetig zunehmend.
00:04:25: In Unternehmen zeigt sich Stillstand in erstaunlich klaren Mustern wie zum Beispiel.
00:04:33: Meetings drehen sich in Schleifen ohne Entscheidungen.
00:04:40: Konsens wird höher bewertet als Ergebnis.
00:04:43: Harmonie ersetzt Klarheit Unangenehme Themen werden systematisch umgangen Die Verantwortlichkeiten sind unklar oder werden bewusst die Fuß gehalten.
00:05:00: Das Kostenbewusstsein wird sehr selektiv ausgelegt Es fehlt an Ambition, es fehlt sein Hunger, es fällt ein Leistungsanspruch.
00:05:11: Der Fokus legt auf Problemverwaltung und Verschiebungen, aber nicht auf Lösungsentwicklung.
00:05:19: Und sehr deutlich zu sehen Leistungsträger ziehen sich zurück und verlassen auch das System Das Gefährliche daran diese Muster werden viel zu oft normalisiert und dadurch auch tabuisiert.
00:05:38: Man gewöhnt sich einfach daran.
00:05:40: man nennt es dann unsere Kultur.
00:05:44: Da mag es vielleicht bei einigen von ihnen klingeln.
00:05:47: Und dann haben wir allerdings ein wirkliches Problem.
00:05:50: und um es klar zu sagen, Stillstand ist nichts was von außen kommt!
00:05:54: An einem Stillstand isst übrigens weder einen Putin noch einen Trump-Schuld – und nein, ist auch nicht die geopolitische Lage daran schuld.
00:06:03: An einem still stand IST man selbst schuld!
00:06:06: Stillstand iß das Ergebnis von kollektiver Passivität Und was Ihr eigene Anteil dazu ist, dürfen Sie sich gerne selbst überlegen.
00:06:18: Das gilt für eine Organisation – ein Unternehmen wie auch ein politisches System.
00:06:24: Der kritische Punkt ist das Thema Verantwortung.
00:06:28: An diesem Punkt trennt sich nämlich sehr klar wer gestaltet, wer einfach nur verwaltet und wer einfach irgendwie mitläuft.
00:06:40: Stillstand entsteht nicht, weil niemand etwas tun könnte sondern einfach viel zu viele darauf warten dass irgendjemand anderes irgendetwas tut.
00:06:51: Und je mehr diese Nicht-Verantwortungsübernahme kultiviert wurde in einem System umso mehr Menschen werden genau danach handeln und das heißt dann eben nicht handeln.
00:07:04: Verantwortung wird delegiert, wird verschoben oder einfach stillschweigend nicht angenommen bzw.
00:07:10: abgegeben und Zitate wie dafür bin ich nicht zuständig, das wurde schon immer so gemacht oder auch ja da müsste man mal irgendwann sich drum kümmern Das wird wahrscheinlich auch dem ein oder anderen bekannt vorkommen.
00:07:28: Aber nein, müsste man nicht.
00:07:30: Man könnte sehr wohl wenn man den wollte.
00:07:33: Und genau hier beginnt Verantwortung.
00:07:37: Was ist konkret zu tun?
00:07:39: Geld.
00:07:40: Verantwortung zeigt sich nicht in markigen Sprüchen und großen Ankündigungen, sondern ganz banal im Verhalten.
00:07:48: Und zwar sowohl als Mitarbeiter als auch als Führungskraft.
00:07:52: können Sie aktiv gegen Stellstand vorgehen indem sie nämlich stellen die Dinge infrage ja und ganz besonders dann wenn es unbequem ist Und geben Sie sich dann nicht mit oberflächlichen oder ausweichenden Antworten zufrieden.
00:08:10: Bleiben sie dran, wie ein Dackel der in die Warte beißt!
00:08:14: Sprechen Sie Themen an – Die andere meiden.
00:08:17: Treffen Sie Entscheidungen?
00:08:19: Oder treiben Sie diese aktiv voran?
00:08:22: Übernehmen Sie Ownership auch wenn es nicht explizit eingefordert wird.
00:08:29: Initiieren Sie Themen Anstatt auf Impulse von außen zu warten und fordern sie Klarheit ein.
00:08:37: Und zwar sowohl bei Zielen, bei Rollen und bei gegenseitigen Erwartungen.
00:08:44: Lenken Sie den Fokus ganz konsequent auf Lösungsorientierung und nicht auf Problemverschiebung- und Problemverlängerung.
00:08:54: Ein einfaches Beispiel in einem Meeting wird seit Wochen dieselbe Fragestellung diskutiert.
00:08:59: Die Perspektiven sind bekannt die Argumente ausgetauscht.
00:09:04: Stillstand bedeutet man vertagt erneut Man geht wieder einmal raus ohne Ergebnis.
00:09:09: Verantwortung bedeutet jedoch, jemand sagt klar wir entscheiden das
00:09:13: jetzt.".
00:09:16: Das ist kein Hierarchie-Thema, das ist ein Verantwortungsthema.
00:09:22: Führung beginnt vor der Rolle.
00:09:26: Viele warten darauf offiziell in einer Führungsrolle zu sein bevor sie führen.
00:09:32: Das ist aus meiner Sicht absoluter Quatsch und es ist auch ein Irrtum.
00:09:37: Führen beginnt In dem Moment, in dem Sie Verantwortung übernehmen – ob als Mitarbeiter oder Experte – völlig unabhängig von Ihrer Position.
00:09:48: Stillstand entsteht ganz grundsätzlich dort wo Menschen ihre Einflussmöglichkeiten kleiner machen … als sie sind!
00:09:57: Ich stelle immer wieder fest dass den meisten gar nicht bewusst ist wieviel Einflussenmöglichkeit sie tatsächlich hätten wenn sie diese denn sehen würden.
00:10:06: Die entscheidende Frage Ich freue mich, wenn Ihnen die Folge gefallen hat und Sie Impulse mitnehmen konnten.
00:10:36: Und falls nicht?
00:10:37: Dann ist bestimmt das nächste Mal etwas für Sie dabei!
00:10:40: Danke fürs Ohr Bis zum nächsten Mal!