Ready to lead - erfolgreich als Führungskraft starten

Ready to lead - erfolgreich als Führungskraft starten

Transkript

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00:00:01: In dieser heutigen Folge geht es um eine stille Rollenverschiebung, die viele Führungskräfte längst spüren.

00:00:08: Plötzlich sitzen ihnen Mitarbeiter gegenüber – die von Schlafstörungen, Panikattacken und ich kann nicht mehr berichten!

00:00:17: Wir sprechen heute darüber wo ihre Verantwortung für die mentale Gesundheit ihrer Mitarbeiter wirklich beginnt und vor allem wo sie enden muss.

00:00:35: Hallo und herzlich willkommen zum Leadership Onboarding Podcast.

00:00:40: Sie sind Führungskraft und stehen vor einem Führungswechsel, eventuell bei einem neuen Unternehmen oder es ist vielleicht Ihre erste Führerungsrolle – dann sind sie hier richtig!

00:00:53: Hier dreht sich nämlich alles darum die ersten Monate in Ihrer neuen Führersrolle smart und wirksam zu gestalten.

00:01:02: Falls Sie sicherstellen wollen, dass Ihnen die ersten Monate in der neuen Führungsrolle gut gelingen und sie mit einem professionellen Sparingspartner arbeiten möchten, buchen Sie gerne direkt auf meiner Website einen Termin für ein Erstgespräch.

00:01:17: Und nun wünsche ich viel Spaß mit der heutigen Folge!

00:01:34: Das ist das heutige Thema.

00:01:37: Hier spreche ich über eine Rollenverschiebung, die sich in den letzten Jahren bei einigen Führungskräften eingeschlichen hat.

00:01:47: Stellen Sie sich vor, jemand hätte ihn vor zehn Jahren gesagt – in ihrer Rolle als Führungskraft werden sie zukünftig regelmäßig über die Schlafstörungen Ihrer Mitarbeiter sprechen bzw.

00:02:03: über deren Ängste über deren Panikattacken und ähnliches.

00:02:10: Die meisten von ihnen hätten vermutlich etwas geantwortet wie, naja das klingt eher nach dem Job einer Therapeutin eines Therapeuten aber nicht nach meiner Führungsrolle.

00:02:24: Und doch genau da stehen sehr viele heute.

00:02:30: Mitarbeiter kommen mit der Unsicherheit und dem Stress nicht klar Und in eins zu eins Gesprächen, das berichten mir immer wieder Führungskräfte, fließen auch Tränen.

00:02:43: Menschen, Mitarbeiter sagen ich kann nicht mehr und sie sitzen auf der anderen Seite des Tisches und fragen sich wie soll ich damit umgehen?

00:02:53: Sie als Führungskraft sollen Ergebnisse liefern.

00:02:57: Sie sollen permanente aktuelle Krisen managen und gleichzeitig auf mentale Gesundheit achten.

00:03:07: Die Frage ist hier nicht nur wie soll das funktionieren, sondern auch um wo beginnt denn hier tatsächlich Ihr Auftrag?

00:03:15: Und wo muss er enden?

00:03:18: Genau darum geht es mir heute, wie Sie für mentale Gesundheitszorge tragen ohne zum Therapeuten Ihres Teams zu werden was sie zum einen nicht leisten können weil vermutlich auch gar nicht ihr Kompetenzbereich ist und sie dafür nicht qualifiziert sind, aber vor allen Dingen es ist eben auch nicht Teil ihrer Rolle.

00:03:41: So was ist denn tatsächlich ihre Rolle?

00:03:44: Und was nicht?

00:03:45: Was is wirklich Ihr Job?

00:03:48: Eine Sache möchte ich hier nochmal klar vorwegnehmen als Führungskraft sind Sie mitverantwortlich für die Rahmenbedingungen Rambedingungen, die unter anderem eben auch Gesundheit entweder positiv beeinflussen oder Gesundheit belasten.

00:04:10: Sie sind allerdings nicht zuständig für die Diagnose und schon gar nicht für die Behandlung, für die Heilung von psychischen Erkrankungen.

00:04:22: Sie bewegen sich häufig bewusst – und wahrscheinlich noch häufiger unbewusst immer auf zwei Ebenen nämlich einmal auf der sogenannten Systemebene, das heißt alles was mit Prozessen zu tun hat.

00:04:36: Mit Rollen, mit Prioritäten, mit der Organisationskultur aber auch mit der Arbeitslast.

00:04:44: und die zweite Ebene ist die Beziehungsebene.

00:04:48: Wie sprechen Sie mit anderen?

00:04:50: Wie sprechen sie mit ihren Mitarbeitern?

00:04:52: Hören Sie zu!

00:04:53: Und falls ja wie?

00:04:55: Wie geben Sie Feedback?

00:04:56: und ganz grundsätzlich wie führen Sie?

00:04:59: Beide Ebenen wirken auf die mentale Gesundheit.

00:05:05: Und auf beiden Ebenenden können sie Positives bewirken, aber eben auch genauso das Gegenteil davon.

00:05:14: Ihr Auftrag ist es jedoch nicht, die Depression ihres Mitarbeiters zu heilen.

00:05:21: Ihr Antrag ist es ich gestalte Arbeit so dass sie Menschen nicht unnötig krank macht und ich gehe verantwortlich damit um, wenn jemand sichtbar an der Grenze ist.

00:05:34: Und das ist ein entscheidender Unterschied!

00:05:37: Die große Falle für viele Führungskraften ist, wenn die Fürsorge in Übergriffigkeit kippt.

00:05:45: Viele von ihnen geraten nämlich genau dann in Schwierigkeiten, wenn sie es im Grunde genommen gut meilen – das erlebe ich bei sehr vielen Führungskräften das Herz an der richtigen Stelle haben, sagen wir es mal so.

00:06:02: Wenn Sie es zu gut meinen dann ist das allerdings für niemanden gut am Ende und genau da gilt es aufzupassen.

00:06:10: Angenommen sie merken jemand ist stark belastet.

00:06:13: Sie machen sich Sorgen.

00:06:15: Sie wollen unterstützen, sie wollen helfen und plötzlich ertappen sie sich dabei dass sie dann auch anfangen nach privaten Details zu fragen.

00:06:26: Vielleicht möchte ihr Mitarbeiter das gar nicht mitteilen oder noch nicht teilen.

00:06:32: Und sie ertappen sich ja plötzlich auch dabei, dass sie Ratschläge geben die in Richtung Therapie gehen beziehungsweise vielleicht auch Medikationen.

00:06:43: Das heißt Sie übernehmen eine Verantwortung für Themen, die ganz klar in den Fachbereich von Therapeuten oder Coaches gehört aber nicht in ihren Bereich.

00:06:56: Und was sie damit tun ist als Fazit, damit verschwimmen Grenzen.

00:07:01: Der Mitarbeiter weiß nicht mehr, spreche ich hier mit meinem Chef oder mit einem Robiterrapoiten.

00:07:09: Sie selbst tragen emotionale Informationen dadurch mit sich herum und das ist eine Last und eine Bürde die sie wahrscheinlich zu Beginn unterschätzen oder auch gar nicht wahrnehmen aber dann sehr schnell schleichend immer stärker.

00:07:26: Sie tragen solche emotionale Last mit sich herum, für die sie weder ausgebildet noch zuständig sind.

00:07:33: Das Problem das dadurch entsteht wirklich professionelle Hilfe wird sehr häufig genau deshalb von den Mitarbeitern nicht genutzt weil man ihr erst mal mit der Führungskraft redet und sie selbst sind damit plötzlich innerlich voll mit Themen, die nicht zu ihrer Rolle gehören.

00:07:56: Hier einmal vielleicht, falls Sie davon betroffen sind.

00:08:02: Ein Bild, ein inneres Rollenbild, das sie dabei unterstützen kann und eine Orientierung geben kann wenn sie sich in solchen Situation befinden.

00:08:15: Wir nehmen hier nämlich das Rollen-Bild von drei Rollen.

00:08:19: Sie sind einmal der Lieder.

00:08:21: Sie ist eine coachende Führungskraft Und Sie sehen auch als Drittes die Rolle des Therapeuten, der sie aber nicht sind.

00:08:32: Das heißt also nochmal – Als Lieder führen sie in der Rolle als Vorgesetzter.

00:08:38: Es geht hier um Aufgaben es geht um Prozesse und Entscheidungen Prioritäten und Zusammenarbeit und Verhalten.

00:08:50: Das ist natürlich eng gekoppelt mit der ersten Rolle, aber es ist hier nochmals separat zu sehen.

00:08:56: Als coachende Führungskraft stellen sie Fragen.

00:09:00: Sie stellen kluge Fragen!

00:09:02: Sie haben Geduld und hören zu.

00:09:06: Sie fördern Reflexion- und Perspektivenwechsel und Entwicklung ganz grundsätzlich immer im beruflichen Kontext – nicht im privaten Kontext, sondern im berufligen Kontext.

00:09:20: Und dann haben wir diese dritte Rolle des Therapeuten, der sie nicht sind.

00:09:25: Der Therapeut arbeitet mit der Geschichte, mit der Biografie eines Mitarbeiters, mit Traumatars, gibt Diagnosen und das alles grundsätzlich in einem professionellen geschützten therapeutischen Rahmen.

00:09:42: Das heißt ihr Leitgedanke kann sein anhand dieser drei Rollen, anhand dieses inneren Rollenbildes Sie können als Lieder coachend führen, aber sie werden nicht zum Therapeuten.

00:09:57: Damit haben sie das klar separiert differenziert für sich als inneres Bild.

00:10:02: Sobald Sie merken dass ein Thema deutlich über Arbeitskontext und Alltagsstress hinausgeht ist Ihre Aufgabe nicht tiefer zu kramen.

00:10:13: Ihre Aufgabe ist behutsam auf professionelle Hilfe hinzuweisen.

00:10:20: Was können Sie denn nun ganz konkret tun, ohne dass sie ihre Rolle verlassen?

00:10:28: Hier einmal drei Aspekte, drei Dinge die ich Ihnen mit auf den Weg geben möchte nämlich erstens teilen Sie mit Ihrem Mitarbeiter dem es aus welchen Gründen auch immer nicht gut geht Ihre Beobachtung?

00:10:41: ja zeigen Sie nicht zeigen Sie, sondern formulieren sie Ihre Wahrnehmung, ihre Beobachtungen.

00:10:49: Aber geben Sie keine Diagnose, keine Interpretation!

00:10:55: Sie können Auffälligkeiten ansprechen aber ohne diese zu etikettieren, ohne diese mit einem Label, einem Etikett zu versehen anstatt dass Sie sagen, Sie wirken depressiv.

00:11:10: Das ist nicht hilfreich.

00:11:11: Anstatt dessen Sie könnten beispielsweise sagen, mir fällt auf.

00:11:16: Dass sie in den letzten Wochen stiller geworden sind und dass sie häufiger auch fehlen und sich zurückziehen.

00:11:25: Ich mache mir Sorgen wie es ihnen geht.

00:11:29: Das wäre eine Möglichkeit!

00:11:32: Sie bleiben bei dem was sichtbar ist und stellen keine Vermutungen an.

00:11:37: Sie schreiben der anderen Person keine Bezeichnung zu geben kein Label dass sofort irgendwelche Assoziationen auslösen kann und vor allen Dingen auch direkt sofort jemandem in eine Schublade buxiert.

00:11:54: Als Zweites möchte ich Ihnen mit auf den Weg geben, schauen Sie sich den Arbeitskontext ehrlich an!

00:12:02: Hier haben sie Gestaltungs-, Macht.

00:12:05: Fragen Sie zum Beispiel sind Aufgaben- und Prioritäten für Sie aktuell noch machbar?

00:12:13: Das ist eine ganz wichtige Frage.

00:12:14: Wo erleben Sie im Job den größten Druck?

00:12:18: Was können wir konkret ändern und was liegt außerhalb meines bzw.

00:12:24: unseres Einflusses, damit signalisieren sie ganz klar ich nehme ihre Belastung ernst und ich prüfe welchen Anteil unserer Organisation oder ich als Führungskraft in meiner Rolle Wir, beziehungsweise ich daran haben und haben können.

00:12:45: Und als dritte Empfehlung ja ein sensibler aber zentraler Schritt.

00:12:52: zum Beispiel könnten sie sagen also es geht beim dritten Schritt um das Thema professionelle Hilfe zu erwähnen und diese zu enttabuisieren.

00:13:07: Sie könnten beispielsweise sagen Ich merke wie belastet sie sind.

00:13:12: Teil dessen gehört in einen Rahmen, der über das hinausgeht was wir hier besprechen können und lösen können.

00:13:20: Mir ist wichtig dass sie eine gute Unterstützung bekommen.

00:13:24: haben Sie schon einmal darüber nachgedacht mit einem Arzt mit einem Therapeuten einer externen Beratung einem Coach darüber zu sprechen?

00:13:34: Das könnte eine Möglichkeit sein oder etwas kürzer, ich kann sie im beruflichen Kontext gerne begleiten.

00:13:43: Für das was darüber hinausgeht braucht es einen professionellen Rahmen und das ist der bessere Ort.

00:13:50: Ich unterstütze Sie gerne dabei passende Anlaufstellen dafür zu finden.

00:13:56: Das wäre auch eine Möglichkeit.

00:13:58: Es heißt sie bleiben fürsorglich.

00:14:00: Allerdings bleiben sie auch ganz klar in ihrer Rolle als Lieder Und als für sorgliche Führungskraft.

00:14:10: Es geht immer darum, das vergessen häufig genau diejenigen Führungskräfte.

00:14:15: Die ja Fürsorge eben auch als Wert haben.

00:14:23: es geht immer Darum die eigenen Grenzen mit dem Blick zu haben.

00:14:26: ihre eigenen Grenze sind ein wichtiger Schutzfaktor.

00:14:30: Ihre eigene mentale Gesundheit ist kein Luxus.

00:14:33: sie ist Teil ihrer Führungsverantwortung.

00:14:38: Wenn Sie versuchen, fünf private Krisen von verschiedenen Mitarbeitern innerlich auch mitzutragen.

00:14:46: Dann passiert folgendes und das passiert definitiv.

00:14:50: ich kann Ihnen das aus der Erfahrung mit unzähligen Führungskräften sagen Ihre Geduld wird definitiv dünner ihre Haut wird dünnere Entscheidungen werden nicht mehr so durchdacht sein werden sehr impulsiv oder auch sehr zögerlich.

00:15:14: Ihr Team spürt ihre Erschöpfung, auch wenn sie versuchen diese gut zu verstecken.

00:15:20: Das heißt die sind dann kein gutes Vorbild mehr und es hat natürlich auch einen Effekt auf das Team.

00:15:26: darum Grenzen sind kein Egoismus sondern Grenzen bedeuten Professionalität.

00:15:34: Konkret könnte das beispielsweise auch so klingen.

00:15:38: Ich höre, wie schwer das ist.

00:15:39: Ein Teil davon kann ich als Führungskraft mit Ihnen anschauen und für den anderen Teil ist ein geschützter professioneller Rahmen wichtig.

00:15:48: Sie bleiben ansprechbar aber eben nicht grenzenlos verfügbar.

00:15:53: Und abschließend möchte ich hier noch ergänzen Zum Ende eine kleine Reflexion für sie Damit Sie in Ihrer inneren Klarheit bleiben.

00:16:04: Zu was bin ich in meiner Führungsrolle bereit?

00:16:09: Und wozu bin ich nicht bereit?

00:16:13: Wo kümmere ich mich bereits gut um die mentale Gesundheit im Team und wo bin ich vielleicht einen Schritt bereits zu weit gegangen in Richtung Therapie, Therapeut.

00:16:29: Vielleicht ist der wichtigste Satz den Sie aus dieser Podcastfolge für sich mitnehmen – Ich trage Verantwortung aber ich bin nicht die Rettung für alles!

00:16:41: Genau diese Klarheit schützt ihre eigene mentale Gesundheit und macht sie dadurch zu einer verlässlichen, klaren und menschlichen Führungskraft.

Über diesen Podcast

Sie sind NEU in der Führungsrolle und wollen sicherstellen, dass Sie die ersten Monate im Führungsdschungel smart und souverän meistern?

Dazu gibt Ihnen dieser Podcast eine Menge Tipps, Insights, Fallbeispiele und einiges mehr.
Und falls Sie sich eine professionelle Begleitung an Ihrer Seite wünschen, können Sie direkt ein Strategiegespräch anfragen.

von und mit Christiane Barho

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