00:00:01: Warum sind sie abends erschöpft, obwohl ihre To-do-Liste überschaubar war?
00:00:08: Oft ist es nicht die Arbeit.
00:00:09: Sondern es ist die emotionale Last desy als Führungskraft aus verschiedenen Themen und Situationen mitnehmen.
00:00:17: Und genau darüber spreche ich in dieser Folge und was Sie daran ändern können!
00:00:29: Hallo und herzlich willkommen zum Leadership Onboarding Podcast.
00:00:35: Sie sind Führungskraft und stehen vor einem Führungswechsel, eventuell bei einem neuen Unternehmen.
00:00:42: Oder es ist vielleicht Ihre erste Führerungsrolle – dann sind sie hier richtig!
00:00:47: Hier dreht sich nämlich alles darum die ersten Monate in Ihrer neuen Führersrolle smart und wirksam zu gestalten.
00:00:56: Falls Sie sicherstellen wollen dass Ihnen die ersten Monate in der neuen Fährungsrolle gut gelingen und sie mit einem professionellen Sparringspartner arbeiten möchten, buchen Sie gerne direkt auf meiner Website einen Termin für ein Erstgespräch.
00:01:12: Und nun wünsche ich viel Spaß mit der heutigen Folge!
00:01:18: Hallo und ein weiteres mal herzlich willkommen zu einer weiteren Podcast-Folge.
00:01:23: Heute habe ich das Thema mitgebracht, warum Sie als Führungskraft kein seelischer Mülleimer sind?
00:01:33: Was bedeutet in diesem Kontext Führungsrolle Mülleimer, emotionaler Mühleneimer?
00:01:41: Was meine ich damit?
00:01:43: Sie tragen als Führungskraft nicht nur Verantwortung für Aufgaben und Entscheidungen.
00:01:49: Sie tragen sehr häufig ob sie wollen oder nicht unbewusst sehr häufig Stimmungen mit Ängste unausgesprochenen Konflikte auch Enttäuschungen Und Hoffnungen.
00:02:04: Als Führungskraft sind sie die Person, an der einfach vieles angedockt wird – nämlich den Frust über die Managemententscheidungen, die Sorgen über die Zukunft des Unternehmens und ganz grundsätzlich die Zukunftsangst von Mitarbeitern in Anbetracht in die Arbeitswelt hineingetragen werden.
00:02:37: Und natürlich ganz grundsätzlich Spannungen bzw.
00:02:42: Konflikte, die es im Team gibt.
00:02:45: Psychologisch betrachtet sind sie als Führungskraft sehr häufig der Prellbock beziehungsweise Sie sind eine Projektionsfläche und viele legen Erwartungen auf sie als Nichts mit Ihrer offiziellen Funktionsbeschreibung zu tun haben.
00:03:10: Nach dem Motto bitte machen Sie, dass ich mich sicher fühle!
00:03:16: Bitte geben sie mir Sinn.
00:03:19: Bitte fangen Sie alles ab was hier nicht funktioniert.
00:03:24: auf diese einzelnen Themen will ich jetzt gar nicht detailliert eingehen.
00:03:28: das Thema Sinn kennen Sie.
00:03:31: es wird seit Jahren stark inflationär betrachtet und sehr häufig wird es derart tituliert, dass Führungskräfte den Sinn geben müssen.
00:03:47: Da kann man durchaus geteilter Meinung sein.
00:03:50: Bitte machen Sie das ich mich sicher fühle!
00:03:52: Hier geht es auch um das Thema psychologische Sicherheit und das ist eine Aufgabe von Führungskräften und dennoch gibt es hier auch Grenzen.
00:04:03: Wenn sie ein verantwortungsvoller Mensch sind dann tun sie das auch eine ganze lange Zeit.
00:04:10: Vor allen Dingen viele Führungskräfte machen das von Beginn an, wenn sie die Rolle einer Führungskraft bzw.
00:04:19: eine neue Führingsrolle übernehmen.
00:04:22: Sie tun das so lange bis der Punkt erreicht ist, an dem Sie merken ich bin abends komplett kaputt Ich bin so leer und es hat nichts mit dieser Arbeitsmenge zu tun sondern mit dieser emotionalen Last Wobei Ich ganz klar feststelle, dass es sehr häufig den meisten gar nicht wirklich bewusst ist.
00:04:46: Dass das die emotionale Last ist.
00:04:48: Die emotionale Bürde von der sie sich selbst nicht abgrenzen bzw.
00:04:53: nicht abkränzen können weil sie sich dessen nicht bewusst sind und auch nicht damit bewusst umgehen.
00:05:02: Es gibt das Missverständnis Empathie bedeutet ich sage jetzt mal Salopp Selbstaufgabe.
00:05:09: Und nein, das kann es ganz und gar nicht sein!
00:05:12: Viele Führungskräfte tappen damit in eine ganz typische Falle.
00:05:16: Sie verwechseln nämlich Empathie eben mit Selbstaufgarbe Damit die komplette Bürde bei allen zu übernehmen.
00:05:26: Empathy heißt aber was anderes.
00:05:29: Es heißt wahrzunehmen Mitzufühlen wie es anderen geht.
00:05:35: Ich nehme als Führungskraft Das Thema Ernst, das ein Mitarbeiter aktuell hat.
00:05:42: Welches Thema ist auch immer sein mag?
00:05:46: Allerdings selbst Aufgabe bedeutet etwas anderes.
00:05:49: Selbstaufgabe bedeutet ich mache ihre Probleme und ihre Gefühle zu meinen eigenen Problemen – und das darf nicht sein!
00:05:57: Das mag sich bei manchen tatsächlich sogar heroisch anfühlen auch dem ein oder anderen unterstellen.
00:06:08: Langfristig macht es sie als Führungskraft kaputt und die andere Person, die Mitarbeiter der Mitarbeiter lernt dabei übrigens ganz klar meine Führungskraft regelt das Punkt.
00:06:22: damit entsteht natürlich eine sehr ungesunde Dynamik Die gleichzeitig interessanterweise diese Führungen kräfte ja gar nicht haben wollen.
00:06:33: also hier gibt es eine ganz große Ambivalenz von verschiedenen Themen.
00:06:39: Die Dynamik, die entsteht ist sie als Führungskraft übererfüllen das was sie als ihre Verantwortung verstehe und gleichzeitig ihr gegenüber ihrer Mitarbeiter unter erfüllen Das was in ihrer Verantwortung liegt.
00:07:01: Und das Resultat ist das was Sie bereits kennen nämlich sie sind erschöpft Und Mitarbeiterprozesse, das gesamte System kann sich nicht entwickeln.
00:07:14: Es gibt keinen Reifungsprozess.
00:07:17: Was sind denn typische Warnsignale?
00:07:20: Davon gibt es durchaus mehrere.
00:07:24: Ich habe ihnen jetzt mal hier drei ausgewählt Warn-Signale Dafür dass ihre emotionale Belastung zu hoch ist.
00:07:32: und vielleicht erkennen sie sich ja in einem der folgenden Aspekte wieder.
00:07:36: Erstens Sie merken, dass sie ausweichen.
00:07:41: Sie merkt, dass Sie innerlich immer weniger Lust auf Gespräche haben ganz besonders auf Gesprächen wo Sie schon im Vorhörer einwissen das könnte ein schwieriges bzw.
00:07:55: ein schweres Gespräch werden weil eben auch Emotionen im Spiel sind.
00:08:02: Sie ertappen sich bei Gedanken wie bitte heute kein Drama mehr.
00:08:08: Zweitens, sie werden leicht zynisch und vor allen Dingen wenn Sie mit sich ein Selbstbildfremdbildabgleich machen bzw.
00:08:20: regelmäßig in der Reflexion sind dann werden Sie erkennen dass es hier eine Veränderung bei Ihnen gibt.
00:08:29: Sie werden zynig, sie reagieren innerlich mit Augenrollen Wenn jemand anderes von Überlastung spricht, wenn Mitarbeiter davon sprechen Und manchmal denken sie alle sind hier irgendwie super sensibel geworden, empfindlich geworden.
00:08:45: Aber ich muss schließlich auch einfach nur funktionieren.
00:08:48: Ein klares Anzeichen!
00:08:51: Und drittens Sie tragen Ihre Themen nach Hause und zwar Sie tragen andere Themen nachhause die gar nicht zu Ihnen gehören.
00:08:59: Sie sitzen dann irgendwann zu Hause auf dem Sofa und denken über die Ehekrise eines Mitarbeiters nach.
00:09:07: arbeitet weiter, obwohl sie längst im Feierabend oder im Wochenende sind.
00:09:13: Und wenn ihn mindestens einer dieser Punkte vertraut vorkommt dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch dass ihr emotionaler Rucksack bereits deutlich überladen ist.
00:09:26: Ja Personen beziehungsorientiertes Menschen orientiertes Leadership bedeutet nicht ich rette alle.
00:09:36: heutzutage wird ja gerne davon gesprochen, den Mensch im Mittelpunkt zu sehen.
00:09:41: People first!
00:09:43: Das ist grundsätzlich erstmal schön – es ist wunderbar.
00:09:48: so lange wir allerdings folgendes dabei nicht vergessen.
00:09:51: Der Mensch im mittelpunkt das bedeutet auch sie als Führungskraft und nicht nur ihre Mitarbeiter.
00:09:58: Es bedeutet eben nicht dass Sie immer verfügbar sind Nicht, dass Sie für jede Krise eine Lösung haben und es bedeutet auch nicht, dass sie ihre eigene innere Stabilität für das Wohl aller anderen opfern.
00:10:17: Es kann stattdessen nur darum gehen, dass die wie bereits erwähnt emotional kompetent sind.
00:10:27: Sie nehmen Emotionen ernst Sie nehmen die Sorgen und Ängste ernst.
00:10:32: Und gleichzeitig kennen sie ihre Grenzen, beachten diese auch.
00:10:37: Sie führen Menschen aber sie führen nicht Ihre Biografie, nicht Ihre Traumataß, nicht ihre Kindheiten, nicht all Ihre Lebensgräsen.
00:10:50: Sie schaffen Struktur in der Menschen sich sicher bzw.
00:10:55: sicherer fühlen Aber sie sind nicht dafür zuständig all ihre Unsicherheit persönlich zu kompensieren.
00:11:06: So, und vielleicht noch mal als finaler Satz dazu der auch alles was ich bisher dazu erwähnt habe bereits in einem Satz aussagt wenn sie mehr Verantwortung für die Emotion anderer übernehmen als diese Menschen selbst übernehmen dann leisten Sie keinen Beitrag zur Reife kein Beitrag zu Entwicklung sondern einen Beitrag zu deren Abhängigkeit.
00:11:35: Und dann dürfen sie sich fragen, wollen Sie das?
00:11:41: Hier einmal ein paar Prinzipien um mit emotionaler Belastung gut beziehungsweise gesund umzugehen.
00:11:51: ich möchte Ihnen gerne mal hier drei Aspekte für den Alltag mit auf den Weg geben.
00:11:57: erstens Zuhören ohne zu übernehmen.
00:12:03: Wenn also jemand mit einem schweren Thema auf sie zukommt, dann ist es ihre erste Aufgabe eben nicht Lösungen zu liefern.
00:12:14: Ihre erste Aufgabe ist es für Sie präsent zu sein im Moment zu sein.
00:12:19: das heißt nichts anderes als bitte stahlen Sie nicht gleichzeitig auf Smartphone oder auf den Bildschirm.
00:12:25: gehen Sie nicht ans Telefon in so nem Gespräch sondern Seien sie präsent, seien Sie im Moment und hören Sie zu.
00:12:35: Zeigen Sie, signalisieren Sie, sagen Sie ich sehe dass Sie gerade belastet sind.
00:12:41: Ich danke das Sie so offen sind.
00:12:43: Lassen Sie uns sortieren was Sie beeinflussen können und was nicht Und damit signalisier'n Sie ich bin da Aber Sie übernehmen nicht die Aufgabe hier alles magisch weg zu machen bzw.
00:13:00: zu lösen, das ist nicht ihre Aufgabe.
00:13:02: Sie können sich beispielsweise bei solchen Situationen fragen Ist es hier gerade meine Verantwortung?
00:13:09: Oder zeige ich ihr gerade einfach nur eine Reflexreaktion?
00:13:16: Beziehungsweise auch die Frage Wie kann ich den anderen unterstützen ohne ihm seine Verantwortung zu nehmen?
00:13:25: Seine sehr wichtige Frage.
00:13:28: Zweitens.
00:13:31: Ja, beachten Sie Ihre Grenzen ganz klar!
00:13:34: Seien sie sich Ihrer Grenzen immer bewusst und kommunizieren Sie diese auch klar- und wertschätzend.
00:13:40: Grenzen zu setzen ist kein Mangel an Empathie Es ist eine Form von gesunden Beziehungen, von Selbstrespekt Und damit sind Sie eben auch ein Vorbild für Ihr Team Denn gesunde Beziehung und gesunde Teams brauchen Grenzen.
00:14:02: Damit bleiben Sie in Ihrer Rolle, sie sind engagiert aber nicht grenzenlos verfügbar.
00:14:07: und drittens es braucht Struktur aber kein Heldentum.
00:14:12: Nein emotional Überladung entsteht eben ganz häufig auch dort wo Strukturen fehlen.
00:14:19: wenn alles über sie läuft ist sehr häufig das System eben das Problem.
00:14:27: Es ist dann Nicht Ihre fehlende Belastbarkeit und ich muss immer wieder in der Zusammenarbeit mit Führungskräften und Geschäftsführern feststellen, dass es sehr häufig am nicht funktionierenden System liegt.
00:14:39: Und leider werden genau diese Baustellen allzu gerne weggeschoben.
00:14:44: Fragen Sie sich daher... Was?
00:14:48: Genau!
00:14:48: Beziehungsweise wo brauche Ich?
00:14:51: Klare bzw klare Zuständigkeiten im Team?
00:14:57: Wo braucht es klare Entscheidungswege, damit nicht jede Verantwortung, jede Unsicherheit, jeder Entschloss bei mir landet?
00:15:06: Wo muss ich nein sagen, damit das System lernt, Verantwortung breiter zu tragen.
00:15:12: Und wenn Sie nun sagen ja, das liegt vermutlich sowohl an Ihren eigenen fehlenden Grenzen aber es könnte genauso an Prozessen im Unternehmen liegen die eine Korrektur brauchen.
00:15:27: Ich kann Ihnen aus meiner Erfahrung sagen, meistens gibt es auf beiden Ebenen etwas zu tun.
00:15:33: Dann empfehle ich diese Themen im Executive Sparing anzugehen.
00:15:37: Hier werden wir in die klare Analyse gehen, wo sind die Stellschrauben und dann geht es in die Umsetzung und Sie werden bereits nach wenigen Wochen den Unterschied und die Erleichterung merken!
00:15:56: und sie im Pulse mitnehmen konnten.
00:15:59: Und falls nicht, dann ist bestimmt das nächste Mal etwas für Sie dabei!
00:16:03: Danke fürs Ohr und bis zum nächsten Mal!